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Windows 10 Support beendet: Was Sie jetzt tun müssen

Was genau passiert ist

Microsoft hat den regulären Support für Windows 10 beendet. Ihr Rechner läuft weiter – aber er bekommt keine Sicherheitsupdates mehr. Jede neu entdeckte Sicherheitslücke bleibt offen.

Das ist kein Grund zur Panik, aber es ist auch nichts, was man ein Jahr liegen lassen sollte. Angreifer werten genau solche Übergangsphasen aus, weil sie wissen, dass viele Geräte ungepatcht bleiben.

Wie gefährlich ist das konkret?

Ein Windows 10 ohne Updates ist am ersten Tag genauso sicher wie am Tag davor. Das Risiko wächst mit der Zeit – mit jeder Lücke, die gefunden und nicht mehr geschlossen wird.

Besonders kritisch ist es, wenn Sie:

  • Online-Banking auf dem Gerät machen
  • geschäftliche Daten darauf haben – Kundendaten, Rechnungen, Angebote
  • das Gerät in einem Firmennetzwerk nutzen, wo ein infizierter Rechner andere ansteckt
  • Patienten-, Mandanten- oder Personaldaten verarbeiten – hier kommt zur Sicherheit noch die DSGVO-Pflicht dazu

Für einen Zweitrechner, auf dem Sie nur Fotos sortieren und der selten am Netz hängt, ist die Lage entspannter.

Ihre Optionen

1. Upgrade auf Windows 11 – wenn das Gerät es kann

Das ist der Normalfall und in den meisten Fällen die richtige Antwort. Voraussetzungen sind unter anderem ein TPM-2.0-Chip, ein unterstützter Prozessor, Secure Boot und mindestens 4 GB RAM.

Praxishinweis: Viele Rechner, die „nicht kompatibel“ gemeldet werden, sind es doch – TPM und Secure Boot sind im BIOS oft nur deaktiviert. Das lässt sich in wenigen Minuten umstellen. Wir prüfen das immer, bevor wir einen Neukauf empfehlen.

2. Hardware nachrüsten statt neu kaufen

Wenn der Prozessor unterstützt wird, das Gerät aber langsam ist, lohnt sich häufig eine SSD und mehr Arbeitsspeicher. Ein sechs Jahre altes Notebook mit SSD und 16 GB RAM fühlt sich an wie ein neues – bei einem Bruchteil der Kosten.

3. Neues Gerät

Sinnvoll, wenn der Prozessor zu alt ist oder die Hardware ohnehin am Ende ist. Wir beraten herstellerunabhängig und übernehmen die komplette Datenübernahme: Dateien, E-Mail-Konten, Programme, Drucker, Lizenzen.

4. Linux als Alternative

Für Geräte, die nur für Internet, E-Mail und Office genutzt werden, ist ein modernes Linux eine ernsthafte Option. Es läuft auf älterer Hardware flüssig und bekommt Sicherheitsupdates. Nicht geeignet, wenn Sie auf bestimmte Windows-Programme angewiesen sind – etwa branchenspezifische Software oder Steuerprogramme.

5. Erweiterten Support kaufen

Microsoft bietet kostenpflichtige Sicherheitsupdates für einen begrenzten Zeitraum an. Das kauft Zeit, löst das Problem aber nicht. Sinnvoll nur, wenn eine geplante Umstellung noch ein paar Monate braucht.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten

Windows 11 auf nicht unterstützter Hardware erzwingen. Es gibt Umgehungswege, und sie funktionieren zunächst. Das Problem kommt später: Solche Installationen bekommen oft keine Updates mehr und brechen bei größeren Versionssprüngen ab. Dann sitzen Sie mit einem System da, das schlechter dran ist als das Windows 10 vorher.

Nichts tun und hoffen. Das ist die häufigste Reaktion – und die einzige, die mit der Zeit garantiert schlechter wird.

So gehen wir vor

1. Prüfung. Wir schauen, ob Ihr Gerät Windows 11 kann – auch wenn Windows das Gegenteil behauptet. Das geht oft per Fernwartung in wenigen Minuten.

2. Ehrliche Empfehlung. Upgrade, Aufrüstung oder Neugerät. Wenn Aufrüsten sich nicht lohnt, sagen wir das – und wenn ein Neukauf unnötig ist, auch.

3. Datensicherung. Vor jedem Eingriff. Immer.

4. Umstellung. Inklusive E-Mail-Konten, Drucker, Programmen und Lizenzen. Sie sollen sich nach dem Termin nicht neu einrichten müssen.

Häufige Fragen

Kann ich Windows 10 einfach weiter nutzen?

Technisch ja. Sicher ist es nicht. Für geschäftlich genutzte Geräte mit personenbezogenen Daten ist es zusätzlich ein DSGVO-Problem, weil Sie zu angemessenen technischen Schutzmaßnahmen verpflichtet sind.

Gehen bei einem Upgrade meine Daten verloren?

Bei einem regulären Upgrade bleiben Dateien und Programme erhalten. Wir sichern trotzdem vorher – bei einem Stromausfall mitten im Prozess ist man froh darüber.

Mein PC ist von 2017. Reicht das?

Möglicherweise. Es kommt auf den genauen Prozessor an. Nennen Sie uns das Modell am Telefon, dann sagen wir es Ihnen sofort.

Was kostet die Umstellung?

Sie erhalten vorab einen Festpreis inklusive Anfahrt. Ein reines Upgrade mit Datenübernahme ist deutlich günstiger als ein neues Gerät.

Machen Sie das auch für mehrere Rechner im Betrieb?

Ja. Bei mehreren Geräten planen wir die Umstellung so, dass Ihr Betrieb weiterläuft – auf Wunsch abends oder am Wochenende, weil wir sieben Tage erreichbar sind.

Prüfung anfragen

Ein Anruf genügt – wir prüfen Ihr Gerät oft direkt per Fernwartung. Für Kunden in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bonn, Euskirchen, Koblenz und im Umkreis von 100 Kilometern.

0157 810 130 89 – sieben Tage die Woche, auch abends.

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